Haushalt
Was macht die Stadt mit dem Geld ihrer Bürger?Was macht die Stadt eigentlich mit dem Geld ihrer Bürger? Nun, die Aufgaben der Stadt Aschaffenburg können grob in zwei Kategorien eingeteilt werden. Zum einen gibt es die Pflichtaufgaben, zu deren Erfüllung die Stadt durch Gesetz verpflichtet ist. Darunter fallen z. B. die Sozial- und Jugendhilfe oder die Abfallentsorgung. Zum anderen gibt es die freiwilligen Aufgaben, wie etwa Förderungen im sportlichen oder im kulturellen Bereich.
Eine Übersicht zur Entwicklung des Gesamthaushalts finden Sie hier.
Der Haushaltsplan der StadtWie jede andere Kommune ist die Stadt Aschaffenburg jedes Jahr verpflichtet, sämtliche geplanten Einnahmen und Ausgaben in einem Haushaltsplan darzustellen. Er besteht im wesentlichen aus zwei Teilen, dem Verwaltungshaushalt und dem Vermögenshaushalt und ist Grundlage für die Haushaltswirtschaft. In ihm wird dargestellt, welche Aufgaben im Haushaltsjahr erfüllt werden sollen und woher das hierfür benötigte Geld kommt. Das kann z. B. durch Steuern, Gebühren oder den Verkauf von Grundstücken geschehen. Außerdem muss festgelegt werden, wieviel Personal für die dauerhafte Erfüllung der Aufgaben der Stadtverwaltung notwendig ist. Dem Haushaltsplan kommt also die Bedeutung eines jährlichen kommunalen Aufgabenprogramms zu.
Der Verwaltungshaushalt
Der Verwaltungshaushalt ist gewissermaßen ein laufender Verbrauchshaushalt mit Personal- und Sachausgaben und den zur Deckung dieser Ausgaben benötigten Einnahmen. Darunter fallen z. B. Steuern, Miet- oder Gebühreneinnahmen und Ausgaben für Bürobedarf, Gebäude- und Straßenunterhaltung, aber auch die Sozial- und Jugendhilfe. Das Volumen des Verwaltungshaushaltes 2008 beläuft sich auf 156,3 Mio. Euro.
(Siehe auch Diagramme "Einnahmen / Ausgaben des Verwaltungshaushaltes")
Der Vermögenshaushalt
Der Vermögenshaushalt ist ein Investitionshaushalt, der alle Einnahmen und Ausgaben enthält, welche das Vermögen oder die Schulden der Stadt verändern. Hierunter fallen z. B. Einnahmen aus dem Verkauf von städtischen Grundstücken, Zuweisungen des Landes für Investitionen, die Aufnahme von neuen Krediten und Ausgaben für Baumaßnahmen im Schul- oder Kinder/Jugendbereich oder den Straßenbau. Der Vermögenshaushalt 2008 beträgt 42,6 Mio Euro.
(Siehe auch Diagramme "Einnahmen / Ausgaben des Vermögenshaushaltes")
Die Finanzlage der Stadt Aschaffenburg
Die Städte in Deutschland stehen vor einer schweren Finanzsituation. Sie müssen mit geringeren Steuereinnahmen rechnen. Doch auch immer mehr Aufgaben werden von Bund und Land auf die Kommunen übertragen und belasten die Haushalte. Die wachsenden Aufgaben müssen die Städte mit fast unveränderten Einnahmen erfüllen. Folge: Sie können weniger investieren als vor zehn Jahren.
Aschaffenburg steht im Vergleich mit anderen Städten finanziell sehr gut. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 953,24 Euro (Stand 2008). Dennoch ist man auch hier gezwungen, die Ausgaben so zu gestalten, dass auch noch Schulden getilgt werden können.
Ein Diagramm zur Pro-Kopf-Verschuldung in Aschaffenburg finden Sie hier.